Zwei LemaS-Schulen mit KI-Schulpreis 2025 ausgezeichnet
Der Forschungsverbund gratuliert zwei seiner LemaS-Schulen herzlich zum Gewinn des KI-Schulpreises 2025! Ausgezeichnet wurden das Carl-Fuhlrott-Gymnasium Wuppertal (1. Platz) und das Käthe-Kollwitz-Gymnasium Berlin (3. Platz).
KI als Antwort auf konkrete Herausforderungen im Schulalltag
Bei der Preisverleihung auf dem Bildungscampus Heilbronn wurden sieben Schulen aus ganz Deutschland für ihren beispielhaften Einsatz Künstlicher Intelligenz im Schulalltag geehrt. Der KI-Schulpreis würdigt Schulen, die KI gezielt einsetzen, um reale Herausforderungen im Unterricht und in der Schulorganisation zu bewältigen – etwa durch automatisiertes Feedback, passgenaue Lernangebote und eine bewusste Auseinandersetzung mit ethischen Fragen digitaler Bildung.
„Wir sind stolz und freuen uns sehr, in LemaS mit Schulen zusammenzuarbeiten, die den Mut haben, neue Wege zu gehen und Innovation konsequent in den Dienst lernförderlicher und gerechter Bildung zu stellen“, erklärt Gabriele Weigand, Koordinatorin des Forschungsverbunds. „Die Auszeichnung zweier LemaS-Schulen zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in forschungsbasierter Schulentwicklung und in einer reflektierten Nutzung künstlicher Intelligenz liegt.“
Vorbild für zukunftsorientierte Schulentwicklung
Mit dem Carl-Fuhlrott-Gymnasium und dem Käthe-Kollwitz-Gymnasium wurden zwei LemaS-Schulen in der Kategorie „KI-Gesamtkonzept“ ausgezeichnet. Das Carl-Fuhlrott-Gymnasium setzt auf selbst entwickelte didaktische KI-Agenten, automatisiertes Feedback und interne Assistenzsysteme, die Lernprozesse begleiten, Lehrkräfte entlasten und individuelles Lernen fördern. Das Käthe-Kollwitz-Gymnasium überzeugte mit seinem schulweiten Konzept „Own your power“, das KI-Kompetenzen systematisch über alle Jahrgangsstufen hinweg aufbaut und Schüler:innen zu einem reflektierten, verantwortungsvollen Umgang mit Künstlicher Intelligenz befähigt.
In LemaS arbeiten Schüler:innen an beiden Schulen im Rahmen des diFF – diagnosebasiertes individualisiertes Fordern und Fördern über längere Zeiträume an selbst entwickelten Problemstellungen. Hierbei nutzen sie KI als Werkzeug, um Fragen zu finden, die sie wirklich interessieren, um Recherche zu betreiben, den eigenen Lernprozess zu strukturieren und Ergebnisse zu visualisieren und zu reflektieren. Im Interview mit dem Team des KI-Schulpreises betont der KI-Schulkoordinator des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums Felix Urban den Beitrag der Schüler:innen, die den Umgang mit KI interessengeleitet erlernen und forcieren: „Unsere Schülerinnen und Schüler treiben die Entwicklung gleichzeitig intrinsisch voran, etwa indem sie im ‚Drehtürprojekt‘, einem unserer Konzepte zur Begabungsförderung, eigenständig KI-Bots entwickeln.“
Reinold Mertens, Schulleiter des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums, ergänzt im Dialog mit dem Forschungsverbund:
„Künstliche Intelligenz hilft uns, die Potenziale unserer Schülerinnen und Schüler gezielter sichtbar zu machen und zu fördern. Sie unterstützt dabei, Lernstände schnell zu diagnostizieren, umfassendes individuelles Feedback bereitzustellen und eigene Stärken im Dialog mit KI-Agenten in ihrer Funktion als digitale Nachhilfelehrer auszubauen. Entscheidend ist dabei: KI ersetzt keine pädagogische Beziehung, sondern entlastet von Routine und schafft Zeit für echte Begleitung, Beratung und verantwortliche Förderung.“ (Carl-Fuhlrott-Gymnasium, Wuppertal)
Die Schulleiterin des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums Simone Ley sieht KI als Gemeinschaftsaufgabe der Schule und betont im Schulpreis-Interview: „Insofern ist es Teil unseres Bildungsauftrags, unsere Schüler:innen nicht unreflektiert und ohne Unterstützung diese Zukunftskompetenz erlernen zu lassen.“ Am Käthe-Kollwitz-Gymnasium nehmen alle Schüler:innen der Klassen 7-10 im Rahmen des Projektlernens am diFF teil.
Der Forschungsverbund beglückwünscht die beiden ausgezeichneten Schulen ausdrücklich und sieht in ihrer Arbeit ein starkes Signal für die Verbindung von Innovation, Leistungsförderung und pädagogischer Verantwortung. Mit der Auszeichnung der beiden LemaS-Schulen wird deutlich, welches Potenzial in einer reflektierten und pädagogisch fundierten Auseinandersetzung mit Künstlicher Intelligenz im schulischen Kontext liegt. Beide Schulen zeigen beispielhaft, wie KI als Werkzeug Lernprozesse bereichern, individuelle Potenziale sichtbar machen und Begabungs- und Leistungsförderung wirksam unterstützen kann. Zugleich setzen sie wichtige Impulse für eine zukunftsorientierte, chancengerechte Bildung.
Breite Resonanz und starke Konkurrenz
Für den KI-Schulpreis 2025 hatten sich 191 Schulen aus ganz Deutschland beworben, 18 Schulen wurden für die Shortlist nominiert. Das Gesamtpreisgeld beträgt 100.000 Euro; das Käthe-Kollwitz-Gymnasium kann sich über ein Preisgeld in Höhe von 10.00 Euro, das Carl-Fuhlrott-Gymnasium über 40.000 Euro freuen. Darüber hinaus erhalten alle Preisträgerschulen Zugang zu einem bundesweiten Netzwerk aus Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft.
Initiiert wird der KI-Schulpreis von Deutschland – Land der Ideen und gefördert von der Dieter Schwarz Stiftung sowie der Deutschen Telekom Stiftung.


