10. Fachtag von „Leistung macht Schule“: LemaS-Inhalte verstetigen
Wie können die Erkenntnisse, Konzepte und Strukturen von „Leistung macht Schule“ langfristig in den Ländern verankert werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich der 10. Fachtag der Bund-Länder-Initiative „Leistung macht Schule“ vom 10. bis 12. Juni 2026 an der bayerischen Akademie für Lehrerbildung und Personalführung (ALP) in Dillingen. Rund 45 Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Landesministerien sowie Landesinstituten und Qualitätseinrichtungen kamen zusammen, um Perspektiven für die nachhaltige Verstetigung von LemaS-Inhalten zu entwickeln und den Austausch zwischen Forschungsverbund und Ländern weiter zu vertiefen.
Nach einer eindrucksvollen Führung durch die historischen Räume der ALP (ehem. Universität und Jesuitenkolleg) begrüßte deren Direktor Bernhard Stegmann die Teilnehmenden mit einem Blick zurück auf die Anfänge von LemaS und dessen Bedeutung für die aktuelle Entwicklung der Schulen. Anschließend hießen Dr. Bettina Scherbaum und Julia Thurnhausstatter aus dem bayerischen Staatsministerium die Anwesenden willkommen. Auch sie betonten den Wert von LemaS für die Schul- und Unterrichtsentwicklung und hoben insbesondere auch die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Ländern und Bund hervor. Zum inhaltlichen Auftakt stellte Prof. Dr. Gabriele Weigand ausgewählte Ergebnisse aus der verbundübergreifenden Befragung der Schulleitungen der ersten LemaS-Phase vor. „Als besonders erfreulich zeigen sich die nachhaltige Verankerung der LemaS-Idee der Potenzialförderung für alle Kinder und Jugendlichen an den Schulen, aber auch die ausdrückliche Anerkennung von leistungsbereiten und leistungsstarken Mitschüler:innen“, so Weigand. Diese und andere Ergebnisse bildeten die Grundlage für den darauffolgenden Austausch über Faktoren, die den Transfer und die Implementation begabungs- und leistungsfördernder Schul- und Unterrichtsentwicklung in den Schulen begünstigen und darüber, wie auch mit Herausforderungen umgegangen werden kann.
Forschungsergebnisse als Grundlage für den Transfer in die Praxis
Der zweite Veranstaltungstag wurde zu gleichen Teilen vom LemaS-Forschungsverbund und den Ländern bzw. Landesinstituten gestaltet. Der Vormittag konzentrierte sich auf die Frage, wie Inhalte aus den vier Inhaltsclustern von LemaS-Transfer in bestehenden Fortbildungs- und Unterstützungsstrukturen verankert werden können. Projektleitende des Forschungsverbunds präsentierten datengestützte Perspektiven aus den Bereichen Schulentwicklung (Prof. Dr. Perleth, Prof. Dr. Weigand), diagnosebasiertes individualisiertes Fordern und Fördern (diFF) (Prof. Dr. Christian Fischer und Dr. Pia Gausling), MINT (Prof. Dr. Marcus Nührenbörger und Prof. Dr. Julia Schwanewedel) sowie Sprachen (Prof. Dr. Johannes Mayer). Die Beiträge griffen Erkenntnisse aus der Zusammenarbeit mit Schulen auf und diskutierten deren Bedeutung für die weitere Verfolgung der LemaS-Ziele und die Verbreitung der LemaS-P³rodukte.
Erfahrungen aus den Ländern: Gute Praxis und nachhaltige Strukturen
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Erfahrungen der Länder. Vertreterinnen und Vertreter aus Bayern (Birgit Paster), Hamburg (Jan Kwietniewski) und Schleswig-Holstein (Petra Schreiber) stellten vor, wie LemaS-Inhalte in landeseigene Qualifizierungsangebote und Weiterbildungsstrukturen eingebunden werden. Die Beiträge machten sichtbar, welche organisatorischen Strukturen, Fortbildungsformate und Kooperationsformen in den Ländern genutzt werden. In diesem Zusammenhang ging es auch um länderspezifische Nachhaltigkeitsstrategien bis Ende 2027 und darüber hinaus. Eingeleitet wurde dieser Themenblock mit Beiträgen aus Brandenburg (Aenne Wood) und Hessen (Jürgen Flender) und dem Entwurf einer Transfer-Landkarte, um vorhandene länderspezifische Kompetenzen, Zuständigkeiten und Qualifizierungsangebote systematisch erfassen zu können. Die intensive Diskussion zu dem Thema verdeutlichtee einmal mehr die Bedeutsamkeit der wechselseitigen Vernetzung und des Austauschs von Wissen und Expertise zwischen den Landesinstituten In den anschließenden Austauschformaten beschäftigten sich die Teilnehmenden mit den angedachten Nachhaltigkeitsstrategien. Diskutiert wurden dabei die Rolle schulischer Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, Formen des Peer-Learnings sowie Voraussetzungen für die dauerhafte Verankerung einer begabungs- und leistungsfördernder Schul- und Unterrichtsentwicklung in den Ländern.
Die digitale LemaS-Plattform als Instrument der Verstetigung
Am dritten Veranstaltungstag standen schließlich die digitale LemaS-Plattform sowie die dort bereitgestellten Kurse im Fokus. Joscha Walter präsentierte den aktuellen Stand und beantwortete Fragen zur Nutzung der Angebote. In einer gemeinsamen Reflexion fassten die Teilnehmenden abschließend zentrale Erkenntnisse des Fachtags zusammen und formulierten Schlussfolgerungen für die weitere Zusammenarbeit von Forschungsverbund, Ländern und weiteren Beteiligten der Initiative.
Der 10. Fachtag bot allen beteiligten Akteurinnen und Akteuren die Gelegenheit, Forschungsergebnisse zu diskutieren, Erfahrungen aus den Ländern zusammenzuführen, sich über bestehende Verstetigungsansätze auszutauschen und Perspektiven für die weitere Verankerung von LemaS-Inhalten in den Blick zu nehmen.
Ein Dank für die gute Organisation geht an die Beteiligten in der ALP, im More








