Viel ist in den letzten Jahren über die Zusammenarbeit¹ von Lehrkräften geschrieben worden: Lehrkräfte seien „Einzelkämpfer:innen“ und arbeiteten nicht gern zusammen. Lehrkräfte würden eigentlich gern zusammenarbeiten, wenn sie könnten. Lehrkräfte arbeiteten in Grundschulen eher zusammen als in weiterführenden Schulen. Schüler:innen lernten mehr, wenn ihre Lehrkräfte in professionellen Lerngemeinschaften zusammenarbeiten. Lehrkräfte tauschten sich vor allem miteinander aus, arbeiteten seltener arbeitsteilig und noch seltener kokonstruktiv zusammen. Lehrkräfte, die mehr zusammenarbeiten, seien zufriedener und weniger belastet. Lehrkräfte hätten Angst davor, dass andere Lehrkräfte sie beim Unterrichten erlebten. Zusammenarbeit in der Schule könne auch zur Belastung werden. Inklusion könne ohne multiprofessionelle Zusammenarbeit nicht gelingen. Schulleiter:innen hätten einen Einfluss auf die Zusammenarbeit der Lehrkräfte.
Die Zusammenarbeit von Pädagog:innen in Schulen ist bedeutsam für die Beteiligten selbst, beeinflusst deren Arbeitszufriedenheit und Arbeitsbelastung, hat aber auch Wirkungen für Schüler:innen. In diesem Beitrag wird deren Bedeutung für erfolgreiche Schulentwicklung thematisiert. Prinzipien erfolgreicher Zusammenarbeit in Schulentwicklungsprozessen werden vorgestellt. Innerschulische Kooperation wird dabei sowohl als Ziel als auch als Voraussetzung von Schulentwicklung aufgefasst.
In Gleichberechtigte Teilhabe durch kooperative Lehr-Lern-Prozesse in heterogenen Lerngruppen (S. 229-239), D. Niesta Kayser, W.-K. Giera & C. Schmalenbach (Hrsg.)
Zusammenarbeit in der Schule als Schlüssel zur Schulentwicklung?!
Autor:in: Frederik Ahlgrimm Erschienen in: Waxmann; Niesta Kayser, D., Giera, W.-K., Schmalenbach, C. (Hrsg.) Veröffentlicht: 1. Februar 2024 Schlagwörter: Arbeitsbelastung | Arbeitszufriedenheit | multiprofessionelle Zusammenarbeit | Professionelle Lerngemeinschaften | Schulentwicklung | Teamarbeit | Unterrichtsqualität | Zusammenarbeit Lehrkräfte More DetailsViel ist in den letzten Jahren über die Zusammenarbeit¹ von Lehrkräften geschrieben worden: Lehrkräfte seien „Einzelkämpfer:innen“ und arbeiteten nicht gern zusammen. Lehrkräfte würden eigentlich gern zusammenarbeiten, wenn sie könnten. Lehrkräfte arbeiteten in Grundschulen eher zusammen als in weiterführenden Schulen. Schüler:innen lernten mehr, wenn ihre Lehrkräfte in professionellen Lerngemeinschaften zusammenarbeiten. Lehrkräfte tauschten sich vor allem miteinander aus, arbeiteten seltener arbeitsteilig und noch seltener kokonstruktiv zusammen. Lehrkräfte, die mehr zusammenarbeiten, seien zufriedener und weniger belastet. Lehrkräfte hätten Angst davor, dass andere Lehrkräfte sie beim Unterrichten erlebten. Zusammenarbeit in der Schule könne auch zur Belastung werden. Inklusion könne ohne multiprofessionelle Zusammenarbeit nicht gelingen. Schulleiter:innen hätten einen Einfluss auf die Zusammenarbeit der Lehrkräfte.
Die Zusammenarbeit von Pädagog:innen in Schulen ist bedeutsam für die Beteiligten selbst, beeinflusst deren Arbeitszufriedenheit und Arbeitsbelastung, hat aber auch Wirkungen für Schüler:innen. In diesem Beitrag wird deren Bedeutung für erfolgreiche Schulentwicklung thematisiert. Prinzipien erfolgreicher Zusammenarbeit in Schulentwicklungsprozessen werden vorgestellt. Innerschulische Kooperation wird dabei sowohl als Ziel als auch als Voraussetzung von Schulentwicklung aufgefasst.
In Gleichberechtigte Teilhabe durch kooperative Lehr-Lern-Prozesse in heterogenen Lerngruppen (S. 229-239), D. Niesta Kayser, W.-K. Giera & C. Schmalenbach (Hrsg.)
Gleichberechtigte Teilhabe durch kooperative Lehr-Lern-Prozesse in heterogenen Lerngruppen